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Vereinsporträt Walk-in Closet Schweiz – Tauschen statt Kaufen!

Konsum & Nachhaltigkeit sind Begriffe, welche in der heutigen Zeit immer wie mehr an Bedeutung gewinnen. Der Verein Walk-in Closet beschäftigt sich mit dem Thema Kleiderkonsum und verknüpft dabei nachhaltiges Handeln mit spannenden Erlebnissen und Begegnungen. Nora Keller, Vereinspräsidentin und Leiterin der Koordinationsstelle, nahm sich Zeit und stellte sich unseren Fragen.

Vereinspräsidentin & Leiterin Koordinationsstelle
Nora Keller

Was ist das Ziel / der Zweck von eurem Verein?
Der Verein Walk-in Closet Schweiz beschäftigt sich mit dem Thema Kleiderkonsum und dessen globalen Folgen. Das Ziel ist es, nachhaltiges Handeln mit spannenden Erlebnissen und Begegnungen zu verknüpfen. Wir setzen beim Konsumverhalten an: Unsere Freiwilligen organisieren Kleidertauschbörsen an momentan 20 Orten in der Schweiz; damit bieten wir eine Alternative zum konventionellen Kleiderkonsum. Das Motto lautet: Tauschen statt kaufen. Die Sensibilisierung der Besucher*innen steht sowohl bei den Kleidertauschbörsen wie bei unseren sonstigen Tätigkeiten im Fokus.

Wie möchtet ihr dieses Ziel erreichen?
Wir arbeiten mit verschiedenen Organisationen wie Public Eye zusammen und teilen regelmässig aktuelle Beiträge über die Kleiderindustrie auf unseren Social Media Kanälen sowie auf unserer Website. Auf Anfrage bieten wir Workshops oder Referate zum Thema „nachhaltiger Kleiderkonsum“ an. Wir möchten möglichst viele Menschen dazu animieren, ihren eigenen Kleiderkonsum zu reflektieren und diesen bewusster zu gestalten. Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir auf tatkräftige Unterstützung angewiesen: In unserem Verein engagieren sich jährlich mehrere hundert Freiwillige gemeinsam für eine nachhaltigere Modewelt.

Als Vereinspräsidentin und Koordinatorin arbeitest du nebenamtlich im Verein. Was motiviert dich im Verein tätig zu sein?
Das Zusammenarbeiten mit so vielen engagierten Menschen motiviert mich am Meisten. Es ist eine grosse Bereicherung, gemeinsam Aktionen und Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Das Ziel, gemeinsam für eine nachhaltigere Mode zu kämpfen, ist natürlich auch ein wichtiger Motivator.

Wie unterscheidet sich die Tätigkeit zur Anstellung in einer Unternehmung?
Ich denke, das ist je nach Verein sehr unterschiedlich. Bei uns sind es einerseits sicherlich die Partizipationsmöglichkeiten der Mitglieder sowie die flache Hierarchie. Der allgemeine Umgang miteinander ist sehr freundschaftlich und es gibt sehr viel Wertschätzung untereinander. Das ist in einer grossen Unternehmung sicherlich anders.

Welches sind die grössten Herausforderungen bei deiner Tätigkeit im Verein?
Als Leiterin der Koordinationsstelle ist es die grösste Herausforderung den teilweise unterschiedlichen Erwartungen aller Freiwilligen gerecht zu werden. Ich versuche stets, die beste Lösung für alle zu finden, das ist aber nicht immer ganz so einfach. Und ganz wichtig: Ich habe es nicht so mit Zahlen, die Buchhaltung ist deshalb wahrscheinlich die grösste Herausforderung für mich! Aber auch hier konnte ich mir über die Jahre einiges selbst beibringen, darauf bin ich stolz.

Die Planung eurer Events bringt einen grossen organisatorischen Aufwand mit sich. Wie habt ihr euch organisiert, um diesen Aufwand zu bewältigen?
Hinter den einzelnen Kleidertauschbörsen steckt tatsächlich sehr viel Arbeit und Engagement. Diese Organisationsarbeit übernehmen jeweils die freiwilligen Organisator*innen. Aktuell sind es ca. 20 aktive Walk-in Closet Standorte, d.h. 20 Frauen, die viel Freiwilligenarbeit leisten, um sich für eine nachhaltigere Modewelt einzusetzen. Da der administrative Aufwand des Vereins immer grösser wurde, konnte dank der Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz im Jahr 2016 eine bezahlte Koordinationsstelle geschaffen werden. Die Stelle braucht es zwingend, um weiterhin so viele Menschen vom Motto „Tauschen statt kaufen“ überzeugen zu können. Die neuen Freiwilligen werden von der Koordinationsstelle eng begleitet und bei der ersten Durchführung unterstützt. Die Koordinationsstelle übernimmt auch viele weitere Aufgaben wie z.B. Social Media, Flyer/Plakatdruck, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzungsarbeit, Kommunikation, Marketing, usw.

Warum ist euer Verein Kunde bei redmin geworden?
Fabienne (meine Stellenpartnerin) und ich kommen beide aus dem Berufsfeld der Sozialen Arbeit, was natürlich nicht zwingend heisst, dass Buchhaltung und wirtschaftliches Denken nicht unser Ding ist. Uns beiden machen aber diese Arbeiten nicht unbedingt Spass und vor allem war es oft ein grosser administrativer Aufwand. Wir sind Kundinnen bei Redmin geworden, um die Arbeitsprozesse zu vereinfachen und damit wir uns voll und ganz auf die Hauptaufgaben der Koordinationsstelle konzentrieren können.

Wie wurden eure Wünsche, Ziele und Bedürfnisse berücksichtigt und bei der Zusammenarbeit integriert?
Tim und Nils nahmen sich Zeit, uns ihr Buchhaltungssystem zu erklären und sind stets für unsere Fragen und Anregungen erreichbar. Bisher sind wir sehr zufrieden und froh, dass wir uns nicht mehr gross mit den Zahlen herumschlagen müssen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Telefon: 061 508 77 40 / E-Mail: info@redmin.ch